Schlafbedürfnis
Die Tage werden kürzer, die Nächte länger und das Wetter immer frostiger. Die schönste Jahreszeit um länger im Bett zu bleiben und die wohlige Wärme zu genießen. Ein guter Zeitpunkt um die Schlafzeiten etwas unter die Lupe zu nehmen.
Aus den meisten Studien geht hervor, dass die durchschnittliche Schlafdauer der Österreicher bei sieben Stunden pro Nacht liegt. In den letzten 100 Jahren hat sich die Schlafzeit der Menschen um etwa eineinhalb Stunden verkürzt, allein in den letzten 15 Jahren um eine halbe Stunde. Kinder zwischen 6 und 10 Jahren bräuchten rund zehn Stunden schlaf. Oftmals geht sich dies in der schnelllebigen Gesellschaft nicht mehr aus, was sich nicht selten in Unkonzentriertheit oder Aggressivität auswirkt.
Langschläfer sind Faulenzer. Dieser Vorwurf fällt ungeduldigen Kurzschläfer(innen) gerne ein, wenn sie mal wieder ohne Begleitung ihres langschläfrigen Partners den Sonnenaufgang begutachten müssen. Aber er stimmt nicht.
Schlafbedürfnisse haben mit Faulheit nichts zu tun, sondern sind wahrscheinlich das Ergebnis des Zusammenspiels genetischer Anlagen und persönlicher Entwicklung. Der Bostoner Psychiater Ernest Hartmann stellte 1971 allerdings fest, dass mit der Dauer der Nachtruhe verschiedene Charakterstrukturen einhergehen.
Hartmanns Ergebnis: Kurzschläfer sind energischer, extrovertierter, geselliger und angepasster
Langschläfer hingegen erwiesen sich als introvertierter und nachdenklicher aber auch kreativer, origineller und weniger konformistisch.
Wie bei uns Menschen ist auch das Schlafbedürfnis der verschiedenen Tierarten unterschiedlich. So verschläft ein Riesenfaultier 20 Stunden des Tages und eine Giraffe dagegen nur 20 Minuten.
Benötigte Stunden Schlaf pro 24 Stunden
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