Legenden und Mythen: Das richtige Bettzeug
In vielen Bereichen gibt es Meinungen die sich in den Köpfen festgesetzt haben und sich wie ein Lauffeuer verbreiten. Oftmals durch falsche interpretation des gesagten oder gegenüber neuem noch nicht erlebten. Auch im Schlafbereich gibt es Aussagen die oftmals nicht korrekt sind. Vor allem auf Messen hört man immer wieder dasselbe, meist von Personen die sich nicht wirklich mit der Materie auseinandersetzen und einfach gehörtes nachplappern. Wie etwa “Da werde ich doch Seekrank” oder “auf Wasser schlafen ist schädlich”. Eine Teilschuld trifft mit Sicherheit auch gewisse Händler die den Bogen etwas überspannen um mehr Profit zu erwirtschaften.
In Teil 1 dieser Serie beschäftigen wir uns mit:
Brauche ich spezielle Polster, Decken, Spannleintücher etc. für mein Bett?
Nein, das ist schlicht weg falsch und reine Geldmacherei, egal ob Wasserbett, Luftbett oder Matratze. Vorallem bei Wasserbetten wird oft mit speziellen Zusatzdecken und dergleichen gefeilscht.
Der Polster
ist eines der wichtigsten Begleiter im Schlaf. Bei falscher Höhe oder Form kann es zu Beschwerden der Halswirbelsäule und zu Verspannungen im Nackenbereich kommen. Das teuerste Schlafsystem schafft da keine Abhilfe. Variationen aus Bezug des Kissens ( z.B. Clearest die den Hausstaubmilben keinen Närboden bieten) und Schaumstoff (welcher sich der Kopfform optimal anpassen und gleichzeitig eine Stütze bieten sollte) gibt es zur genüge und sollte auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt sein. Auch muss es nicht immer der teuerste Polster sein der mich im Schlaf richtig unterstützt.
Begriffe wie “orthopädischer Polster” sind reine Werbebegriffe. Es gibt keine Definitionen oder Richtlinien für diesen oder ähnliche Begriffe. Lassen Sie sich davon nicht beirren.
Das Spannleintuch
Spezielle Spannleintücher gibt es ebenso nicht. Die für Wasserbetten verwendeten sind einfach von höherer Qualität. Müssen sie auch, da diese einer größeren Belastung standhalten sollen. Passen die alten auf das neue Wasserbett, können Sie diese ruhig aufbrauchen.
Die Decke
Ob für erfrierende, schwitzende oder Allergiker, es gibt eine Fülle von Variationen mit verschiedensten Eigenschaften und Vorteilen. Lassen Sie sich die Eigenschaften erläutern und bestimmen dann die richtige Kombination.
So ließe sich die Liste endlos fortsetzten. Sobald Jemand zu Ihnen sagt:”Ein spezielles xy-Produkt hätten wir noch für dieses Bett” sollten Sie anfangen das ganze zu hinterfragen. Sicher gibt es Produkte die Erfahrungsgemäß besser miteinander harmonieren, diese Überzeugung müssen Sie jedoch nicht teilen. Denn nicht jedes Produkt ist für jeden Typ Mensch das richtige.
Lassen Sie sich die Vorzüge der einzelnen Produkte erklären, eventuelle Vorschläge zeigen und entscheiden Sie für Sich was besser zu Ihrem Schlaftyp passt. Oder probieren Sie doch einfach Ihr momentanes Bettzeug aus, um festzustellen ob Sie etwas neues überhaupt brauchen.
In Teil 2 werden wir uns mit der Ominösen Seekrankheit im Wasserbett beschäftigen.


Sehr nützlicher und informativer Artikel!
Ich habe da auch schon so meine Erfahrungen mit Spannbettlaken und Decken gemacht.
Aus meiner Erfahrung kann ich nur empfehlen, nicht das billigste zu kaufen. Gerade bei Spannbettlaken sollte man auf Qualität achten, sonst kommt es schnell zu Löchern im Laken, da die billige Qualität schnell an ihre Grenzen stößt.